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25. Mai 2021

Die Kraft des Atems: Wie Sie Yoga durch kontrollierte Atmung intensiver erlebenAtmen bringt Lebensenergie – in der yogischen Tradition als „Prana“ bezeichnet. Die Yoga-Atmung beziehungsweise die Pranayma-Atmung, gilt als jahrtausendealtes Verfahren, um die Energie kontrolliert fließen zu lassen. Durch bestimmte Atemtechniken im Yoga können Sie ganz bestimmte körperliche oder geistige Wirkungen erzielen.

25. Mai 2021

Die Kraft des Atems: Wie Sie Yoga durch kontrollierte Atmung intensiver erlebenAtmen bringt Lebensenergie – in der yogischen Tradition als „Prana“ bezeichnet. Die Yoga-Atmung beziehungsweise die Pranayma-Atmung, gilt als jahrtausendealtes Verfahren, um die Energie kontrolliert fließen zu lassen. Durch bestimmte Atemtechniken im Yoga können Sie ganz bestimmte körperliche oder geistige Wirkungen erzielen.

Pranayama-Atmung – die wirkungsvollsten Atemtechniken im Yoga:

Welche Yoga-Atemtechnik für einen Menschen besonders effektiv ist, bleibt eine individuelle Frage. Was nützt die wirkungsvollste Yoga-Atmung, wenn sie nicht zu meiner aktuellen Verfassung passt? Obwohl die Wahl der Pranayama-Atmung von den persönlichen Bedürfnissen abhängt, gibt es aber Kriterien für die verschiedenen Potenziale der Atemübungen.

Manche Effekte der Yoga-Atmung werden unmittelbar spürbar. Die Feueratmung (= Breath of fire) forciert beispielsweise die Sauerstoffversorgung und pumpt dadurch frische Energie in die Körperzellen. Ideal zum Aktivieren der Lebensgeister. Die Wechselatmung hilft, bei den Yogaübungen etwaige Blockaden zu lösen. Das Ziel der Ujjayi-Atmung ist es, den Energiefluss gezielt zu steuern und so Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige wirkungsvolle Yoga-Atemtechniken vor. Mit Anleitung und Tipps, wie Sie die Yoga-Atmung für Ihre Yogapraxis nutzen können.

 

Ujjayi-Atmung – die „siegreiche“ Yoga-Atmung

Ujjayi Pranayama bedeutet „siegreiche Atmung“ und ist eine der Basis-Atemtechniken im Yoga. Sie können diese Art der Atmung bei fast allen Yogaübungen unterstützend einsetzen, insbesondere bei anspruchsvollen Bewegungen. Die Ujjayi-Atmung erlaubt ein sehr kontrolliertes Ein- und Ausatmen. Einmal eingeübt, können Sie mit der Ujjayi-Atmung Ihren Atem wirkungsvoll verlängern und verfeinern.

 

So wirkt die Ujjayi-Atmung:

Die Ujjayi-Atmung lockert den Kehlkopf und erhöht das Lungenvolumen, wodurch Sie bei Ihren Asanas mehr Sauerstoff zur Verfügung haben. In der Yogapraxis kann die Atemtechnik insbesondere Asanas mit reinigender Wirkung unterstützen. Auf anatomischer Ebene erlaubt die Ujjayi-Atmung durch ein Verengen der Stimmritzen, die Luft individuell zu dosieren. Zusätzlich gibt der rauschende Klang einen Ankerpunkt für Ihre Aufmerksamkeit.

So geht‘s:

  • Atmen Sie einige Male durch die Nase ein und durch den Mund aus. Versuchen Sie beim Ausatmen die Stimmritzen so zu verengen, dass ein hörbarer Reibelaut entsteht. Etwa wie ein beruhigendes Meeresrauschen. Man bezeichnet diese Yoga-Atemtechnik deshalb auch als „Ozeanisches Atmen“. Sobald Sie ein Gefühl dafür bekommen haben, wie Sie Ihren Atem durch die Verengung führen, können Sie den Mund schließen.
  • Behalten Sie die Verengung in der Kehle nun auch beim Einatmen bei.
  • Führen Sie Ihre Asanas im Einklang mit dem Atem aus. Durch den rauschenden Ton können Sie Ihren Atem gut führen und mit den Yogabewegungen harmonisieren.

 

Kapalabhati – die aktivierende Feueratmung

Kapalabhati Pranayama hat eine anregende Wirkung auf Körper und Geist. In Yogastunden taucht die Feueratmung immer dann auf, wenn der Stoffwechsel aktiviert werden soll. Die ideale Yoga-Atmung, um morgens wach zu werden oder tagsüber den Geist rege zu halten. Sie wird auch gern zur Einstimmung auf eine Meditation genutzt.

 

So wirkt die Feueratmung:

Die Feueratmung ist eine hoch effiziente Yoga-Atmung, deren Wirkung Sie direkt körperlich spüren. Durch die Aktivierung des Kreislaufs erzeugt die Feueratmung ein warmes Gefühl im ganzen Körper. Kapalabhati Pranayama regt den Stoffwechsel an und kann so die Ausscheidung von Giftstoffen unterstützen. Zudem verleiht die intensivere Blutzirkulation der Haut ein frisches Aussehen.

So geht‘s:

  • Wählen Sie eine bequeme, aufrechte Sitzhaltung und atmen Sie tief durch die Nase ein. Das Einatmen geschieht bei Feueratmung eher passiv. Konzentrieren Sie sich dabei auf Ihren Bauch, der sich vorwölben wird. Legen Sie gern eine Hand auf den Bauch, um die Wirkung dieser Yoga-Atmung besser zu spüren.
  • Nun atmen Sie schnell und mit Nachdruck durch die Nase aus. Sie können die Übung forcieren, indem Sie bewusst die Bauchmuskulatur einziehen. Wichtig: Falls Ihnen schwindelig wird, sollten Sie die Yoga-Atmung unterbrechen und längere Zeit ruhig und tief atmen.
mikro+ yoga atmung
Bhramari – die spannungslösende Bienenatmung
Bhramari – die spannungslösende Bienenatmung

Diese Pranayama-Atmung verdankt ihren Namen dem besonderen Klang:

Bhramari, auch Brahmari geschrieben, bedeutet so viel wie Bienenatmung. Tatsächlich summen Sie bei dieser Yoga-Atemtechnik beim Ausatmen wie eine Biene. Die Bhramari-Atmung können Sie im Sitzen oder Liegen ausführen.

 

So wirkt die Bienenatmung:

Die Vibration beim Ausatmen bewirkt, dass das Gewebe in den Atemwegen und im gesamten Brustraum besser durchblutet wird. Das verbessert den Atemfluss, regt den Stoffwechsel an und lockert verkrampfte Bronchien. Deshalb eignet sich diese Yoga-Atmung ideal für Menschen mit Asthma Bronchiale. Eine wundervolle Atemübung, um innere Unruhe zu lindern.

So geht‘s:

  • Atmen Sie tief ein und lassen Sie dann den Atem mit einem Summen wieder durch die Nase ausströmen. Der Mund bleibt geschlossen. Durch die Vibration entsteht bei dieser Yoga-Atemtechnik oft ein angenehmes Wärmegefühl. Vielleicht nehmen Sie auch ein leichtes Kribbeln im Kopf, Nacken oder Brustraum wahr.

 

Nadi Shodana und Anuloma Viloma– die Wechselatmung

Eine klassische Yoga-Atmung mit zwei Namen. Anfangs nicht ganz leicht, wer die Wechselatmung beherrscht, verfügt aber über eine gute Technik, um sich mithilfe der Atmung längere Zeit auf sich selbst zu konzentrieren. Die Yoga-Atemtechnik folgt einem festen Rhythmus und mit einer typischen Fingergeste.

 

So wirkt die Wechselatmung:

Nadi Shodana beruhigt die Nerven und wirkt harmonisierend auf Körper und Geist. Die Wechselatmung fördert die Konzentration, verbessert die Lungenkapazität und soll die rechte und linke Gehirnhälfte miteinander verbinden. Ähnlich wie in einem verstopften Blutgefäß kann diese Yoga-Atmung blockierte Energiekanäle reinigen.

 

So geht‘s:

  • Verschließen Sie das rechte Nasenloch (mit Ringfinger und Daumen) und atmen Sie links ein. Dabei bis vier zählen.
  • Nun verschließen Sie beide Nasenlöcher und zählen dabei bis vier.
  • Atmen Sie durch das rechte Nasenloch aus, das linke Nasenloch mit dem Daumen geschlossen halten.
  • Einatmen durch das rechte Nasenloch. Das linke Nasenloch bleibt geschlossen. Luft anhalten.

 

Um die Yoga-Atmungen kontrolliert auszuführen zu können, bedarf einiger Übung. Wenn es am Anfang nicht gleich gelingt, verlieren Sie bitte nicht die Geduld – der Erfolg wird sich einstellen. Namasté!

 

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