5. Mai 2020

Mikrobiom: mein wahres Ich?90 Prozent unserer Körperzellen sind nicht wir. Es sind fremde, nicht-körpereigene Zellen und DNA, die aus einer Vielzahl von Bakterien, Viren, Pilzen und anderen Mikroorganismen bestehen. Sie machen etwa 1 bis 3 Kilo unseres Körpergewichtes aus und leben auf unserer Haut und in uns drin, die meisten in unserem Darm. Das nennt man Mikrobiom.

5. Mai 2020

Mikrobiom: mein wahres Ich?90 Prozent unserer Körperzellen sind nicht wir. Es sind fremde, nicht-körpereigene Zellen und DNA, die aus einer Vielzahl von Bakterien, Viren, Pilzen und anderen Mikroorganismen bestehen. Sie machen etwa 1 bis 3 Kilo unseres Körpergewichtes aus und leben auf unserer Haut und in uns drin, die meisten in unserem Darm. Das nennt man Mikrobiom.

Was machen Darm-Bakterien?

Würden wir ohne Mikrobiom – also keimfrei – auf die Welt kommen, wäre das nicht mit dem Leben vereinbar. Die mit dem bloßen Auge unsichtbaren, kleinsten Lebewesen verfolgen eine Art „work-and-travel-Prinzip“: Wir bieten ihnen ein warmes Zuhause und reichlich Nahrung, sie arbeiten für uns, produzieren lebenswichtige Vitamine und Enzyme, begünstigen unseren Stoffwechsel, unterstützen die Verdauung und helfen unserem Immunsystem Entzündungen zu regulieren und es damit schädlichen Eindringlingen schwer zu machen.

 

Unser Mikrobiom: ein Ökosystem

Es scheint, dass je vielfältiger unser Mikrobiom aufgestellt ist, desto stabiler ist der Verlauf der Gesundheit eines Menschen. Der Vergleich eines Mischwaldes mit einer Monokultur soll dieses Phänomen verdeutlichen: Das Ökosystem eines Mischwaldes mit seiner breitgefächerten biologische Vielfalt kann flexibel auf alle Arten von Krankheitserregern reagieren. Eine Monokultur dagegen hat nur eine eingeschränkte Abwehrmöglichkeit, da sie selbst nur aus wenigen oder einzelnen Pflanzenarten besteht und ihr dadurch nur wenige Fähigkeiten zur Verfügung stehen. Je mehr Vielfalt in einem Ökosystem, desto mehr verschiedene Fähigkeiten bringt es mit. Da ist es egal, ob das Ökosystem Wald oder Mensch heißt. Feindliche Mikroorganismen und Erreger bekommen zum Beispiel ziemlich schnell heraus, wo die Schwachstellen eines anderen Organismus sind. Wenn dieser nicht flexibel und mit einer riesigen Bandbreite von unterschiedlichen Möglichkeiten reagieren kann, breiten sich die Krankheitserreger schnell auf den ganzen Bestand aus oder können nur mit reichlich chemischer Hilfe von außen eingedämmt werden.

 

mikro+ Mikrobiom
Wie setzt sich unser Mikrobiom zusammen?
Wie setzt sich unser Mikrobiom zusammen?

Gerade einmal seit etwas mehr als 15 Jahren ist das Mikrobiom Gegenstand der Forschung. Doch dabei stellten die Forscher bereits fest, dass kein Mikrobiom eines Menschen dem anderen gleicht. Unser Mikrobiom ist daher genauso einzigartig, wie unser Fingerabdruck.

Die Einflussfaktoren auf die Konstellation jedes einzelnen Mikrobioms sind vielfältig. Als Haupteinflussfaktoren dienen hierbei die genetische Ausstattung eines jeden Menschen, aber auch andere Faktoren, wie Umwelteinflüsse,  Ernährung, Bewegungsverhalten, Lebensraum, Partner & Familie und viele weitere.

Welches Essen mag ein „gutes“ Mikrobiom – wie baut man es auf?
  • Ballaststoffe! Die für uns unverdaulichen Essenreste sind ein Schmaus für die Mitarbeiter in unserem Darm, die dadurch auf vielen Ebenen helfen können, das Immunsystem zu unterstützen. Ballaststoffe sind in allen pflanzlichen Lebensmittel enthalten vor allem Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte, Saaten und Samen. Gekeimte Leinsamen und Flohsamenschalen weisen einen besonders hohen Wert an Ballaststoffen auf.
  • Kontakt mit der Natur: Kommen Sie öfters mal in den Kontakt mit Wald und Natur. In natürlichen Lebensräumen tummelt sich allerlei Nützliches und Ausflüge auf den Bauernhof sind ein Spaß für die ganze Familie.
  • fermentierte Lebensmittel: Fermentiert bedeutet durch Mikroorganismen vorverdaute/gegärte Lebensmittel. Isst man diese, sind sie erstens bekömmlicher und zweitens nehmen wir dadurch wiederum die „guten“ Mikroorganismen direkt auf, denn fermentierte Lebensmittel sind eine wunderbare Quelle dafür.
  • Fastenkuren: Fastenkuren können dabei helfen, den Darm zu entlasten und geben der Darmflora eine Chance, sich zu regenerieren.

 

Was schadet dem Mikrobiom?
  • moderne Ernährung ist oft sehr einseitig, meist ballaststoffarm und stark verarbeitet. Hier findet keine natürliche Keimzufuhr mehr statt. Zudem ist sie meist mit Konservierungsstoffen angereichert, welche den Darm-Bakterien schaden können.
  • Unerkannte Lebensmittelunverträglichkeiten führen zu ständigen Entzündungen und negativen Reizen im Darmmikrobiom. Müdigkeit nach dem Essen und Verdauungsprobleme können darauf hindeuten.
  • Ständiger und intensiver Kontakt mit Umweltschadstoffen, sei es, weil man in einer vielbefahrenen Stadt lebt, in der Nähe von Industriegebieten oder täglich raucht.
  • Antibiotikatherapie
  • übermäßiges steril halten der Lebensräume
  • übermäßiges waschen der Haut mit intensiver Seife
mikro+ Mikrobiom Balance
Alles eine Frage der Balance
Alles eine Frage der Balance

Bakterien leben seit mehr als 3 Mrd. Jahren auf unserer Erde. Der Mensch erst etwa seit 1 Mio Jahren. Dadurch sind uns Bakterien einiges an Lebenserfahrung voraus. Jahrelang wurden Viren und Bakterien eher in die Kategorie der Gesundheitsgefährdung gesteckt. Das war zwar nicht falsch, aber seit einigen Jahren ist es der Wissenschaft gelungen, noch komplexere Zusammenhänge zu erforschen und zeigt, dass die richtige Balance zwischen gesundheitsfördernden -und gesundheitsschädigenden Lebewesen den Körper stark und gesund hält. Der Fokus wird in Zukunft also nicht nur wie bisher, auf der Eliminierung von Krankheitserregern stehen, sondern im Sinne der Prävention mehr auf die Aufrechterhaltung der eigenen nützlichen Lebewesen in uns gerichtet sein.

mikro+ Mikrobiom Balance

Die Forschung macht uns außerdem klar, dass unser Mikrobiom einen riesigen Teil des menschlichen Stoffwechsels übernimmt und dadurch unentbehrlich ist. Das Zusammenspiel zwischen dem Körper und den Mikroorganismen hat große Auswirkung auf den gesamtgesundheitlichen Zustand des Menschen. Keime, ob im Ohr, in der Nase, im Mund oder im Darm scheinen demnach nicht nur Feinde, sondern auch Freunde zu sein.

 

Tun Sie Ihrem Darm-Mikrobiom etwas Gutes:

Unser mikro+ Darm-Bakterien-Komplex enthält unter anderem Milchsäure- und Bifidobakterien, die den Darm besiedeln und damit das ganzheitliche Wohlbefinden stärken. Denn wie oben beschrieben, besiedeln bis zu 100 Billionen Darmbakterien den menschlichen Darm als ihren natürlichen Lebensraum. Dort verwerten sie nicht verdaubare Teile der Nahrung und verwandeln sie in durch die Darmschleimhaut resorbierbare Produkte um. Die Besiedelung des menschlichen Darms beginnt höchstwahrscheinlich schon im Mutterleib und setzt sich über die weitere Entwicklung des Kindes nach der Geburt fort. Sie wird durch Faktoren des Lebensstils und der Ernährung, aber auch durch Erkrankungen und Medikamenteneinnahme bestimmt. Mehren sich negative Einflüsse auf die Darmflora, so kann es zu einer Dysbiose (=Fehlbesiedlung des Darms) kommen. Eine Darmsanierung kann dazu beitragen, eine gesunde Darmflora zu erhalten und wiederherzustellen.

 

 

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