9. September 2019

Ballaststoffe, Fettsäuren und Co:
Was genau sind Mikronährstoffe – Teil 2Neben Vitaminen und Mineralien braucht der menschliche Körper auch Mikronährstoffe wie Aminosäuren, Ballaststoffe und Fettsäuren. Im folgenden Beitrag möchten wir Ihnen erklären, warum Mikronährstoffe so wichtig sind und welche Aufgaben sie in Ihrem Körper übernehmen.

9. September 2019

Ballaststoffe, Fettsäuren und Co:
Was genau sind Mikronährstoffe – Teil 2Neben Vitaminen und Mineralien braucht der menschliche Körper auch Mikronährstoffe wie Aminosäuren, Ballaststoffe und Fettsäuren. Im folgenden Beitrag möchten wir Ihnen erklären, warum Mikronährstoffe so wichtig sind und welche Aufgaben sie in Ihrem Körper übernehmen.

Aminosäuren: Der Baustoff des menschlichen Organismus

Der menschliche Körper besteht zu etwa 20 Prozent aus Eiweiß. Aminosäuren sind wiederum nichts anderes als aufgespaltenes Eiweiß, das in Ihrem Körper für verschiedene Zwecke bereitgestellt werden kann.

Die Bedeutung von Aminosäuren wird klar, wenn wir uns ihre Aufgaben anschauen. Sie sind nämlich die elementaren Bausteine aller Proteinstrukturen. Sie bilden die Grundstruktur von Muskeln und dem gesamten Stützgewebe des menschlichen Körpers, der Haut und allen Organen. Ohne Aminosäuren würde der Körper sofort auseinander fallen.  Außerdem sind Aminosäuren an zahlreichen Körperfunktionen beteiligt: Sie sind Bestandteil von Enzymen, Transportproteinen, Immunglobulinen, Hormonen und Neurotransmittern und an vielen weiteren Prozessen beteiligt.

Allerdings: Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß. Jedes Lebensmittel hat sein eigenes Aminosäurenprofil und keines davon enthält alle Aminosäuren – von denen wir übrigens insgesamt 20 verschiedene kennen. Neun Aminosäuren sind besonders wichtig, weil Ihr Körper diese nicht selbst herstellen kann. Diese bezeichnen wir als essentielle Aminosäuren:

  • verzweigtkettige Aminosäuren: L-Leucin, L-Isoleucin, L-Valin (auch genannt BCAA = engl. branched-chain-amino-acids)
  • aromatische Aminosäuren: L-Phenylalanin, L-Tryptophan
  • schwefelhaltige Aminosäuren: L-Methionin
  • L-Histidin
  • L-Lysin
  • L-Threonin
mikro+ Mikronährstoffe

 

Wenn Ihr Körper über diese neun Aminosäuren verfügt, kann er alle anderen daraus herstellen. Problematisch ist nur, dass kaum zuverlässig zu ermitteln ist, welche Aminosäuren in einem Lebensmittel enthalten sind. Schließlich kann das Aminosäurenprofil gerade bei natürlichen Lebensmitteln starken Schwankungen unterliegen, je nachdem wie diese gereift oder verarbeitet wurden.

Die Einnahme von Aminosäuren und Protein wird häufig im Zusammenhang von Leistungssport oder ambitioniertem Breitensport erwähnt. Trotzdem gibt es auch außerhalb des Sports zahlreiche Gründe, bei denen man über eine gezielte Einnahme von Aminosäuren nachdenken sollte.

mikro+ Mikronährstoffe

Zu einem erhöhten Bedarf an Aminosäuren führen:

  • Schwangerschaft & Stillzeit
  • Frühgeburt
  • Einnahme von Arzneimitteln: Antibiotika, Chemotherapeutika, Corticoide, Schmerzmittel, Schilddrüsenhormone uvm.
  • Alkoholabusus
  • Schwere Diäten und einseitige Ernährung
  • Erkrankungen: AIDS, Krebs, Darmerkrankungen (M.Crohn & Collitis Ulcerosa), Leberzhirrose, Nierenerkrankungen uvm.

Aus diesem Grund kann es auch ohne sportliche Ambitionen sinnvoll sein, ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel mit Aminosäuren zu verwenden. Dazu eignet sich beispielsweise das mikro+ Aufbau-Pulver, das Sie neben vielen wichtigen Aminosäuren auch mit Vitaminen, Mineralstoffen und Prebiotika versorgt.

 

Fettsäuren: Lebenswichtige Energielieferanten

Wie bei den Aminosäuren, handelt es sich auch bei den Fettsäuren um einen aufgespaltenen Makronährstoff. Dabei fungieren die Fettsäuren in Ihrem Körper vor allem als Energielieferant. Anders als bei den Kohlenhydraten, liegen ihnen jedoch viele lebenswichtige Funktionen zugrunde.

Fettsäuren

  • bilden die Grundsubstanz aller Zellmembranen
  • sind an der Hormonproduktion beteiligt
  • spielen eine Rolle bei der Verwertung von Vitaminen
  • unterstützen das Immunsystem
  • regulieren entzündliche Prozesse

Bei den Fettsäuren unterscheiden wir grundlegend zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren.

Die gesättigte Variante stammt größtenteils aus tierischen Produkten wie Fleisch- und Wurstwaren oder Milchprodukten. Diese sind zumeist ausreichend in der westlichen Ernährung enthalten und für Ihren Körper nicht unbedingt lebenswichtig.

Anders sieht es bei den ungesättigten Fettsäuren aus, wozu auch die häufig diskutierten Omega-3- und 6-Fette zählen. Diese sind lebensnotwendig, können von Ihrem Körper nicht selbst hergestellt werden und haben eine sehr komplexe Funktionsweise.

Omega-3 und Omega-6 arbeiten als Gegenspieler. Während Omega-6-Fettsäuren entzündliche Prozesse fördern – was nicht zwangsläufig etwas Schlechtes ist – sind Omega-3-Fettsäuren dafür zuständig, diese wieder zu hemmen. Entzündungen sind im menschlichen Körper etwas ganz normales, sie dienen dem Immunsystem als Abwehr- und Reparaturmechanismus.

Für eine ungehinderte Körperfunktion brauchen Sie immer beide ungesättigten Fettsäuren. Das optimale Verhältnis vom Omega-3 zu Omega-6 wäre 1:1.

mikro+ Mikronährstoffe

 

Allerdings: Omega-6-Fette, die vor allem in Getreide- und Milchprodukten enthalten sind, überwiegen in der westlichen Ernährung deutlich. Hierzulande liegt es deshalb eher bei 1:15 – zugunsten der Omega-6-Fette. Dieses Verhältnis zugunsten Omega-6-Fettsäuren kann die Entstehung von entzündlichen Erkrankungen begünstigen. Erklärung: Liegt das Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren auf der Seite der Omega-6-Fettsäuren, so werden entzündliche Prozesse im Körper begünstigt. Wie schon erwähnt, ist eine Entzündung nicht grundsätzlich schlecht, da sie unbedingt notwendig ist, damit der Körper „heilen“ kann. Eine Entzündung, die aber überschießend oder chronisch wird, ist ein Prozess der außer Kontrolle geraten ist und somit für den Organismus schädlich werden kann

Ballaststoffe bringen den Darm auf Trab

Verkapselte Kohlenhydrate, die Ihr Körper kaum verdauen kann, bezeichnen wir als Ballaststoffe. Allerdings sind sie weniger Ballast, sondern haben durchaus nützliche Eigenschaften für Ihre Verdauung. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind ausschließlich pflanzlicher Natur. In tierischen Produkten kommen sie überhaupt nicht vor. Dafür aber in Getreideprodukten und fast allen Gemüsesorten.

Grundsätzlich unterscheiden wir wasserlösliche und -unlösliche Ballaststoffe. Die wasserlöslichen (z.B. Pektine) haben die Eigenschaft, im Darm Wasser zu binden, aufzuquellen und dadurch das Stuhlvolumen zu erhöhen. Das hat wiederum zur Folge, dass der Stuhlgang schneller abtransportiert wird.

Die wasserunlöslichen Ballaststoffe hingegen werden im Darm von Bakterien zersetzt und fügen sich in die Darmflora ein. Unter dem Strich sind Ballaststoffe also wichtig für eine ungehinderte Verdauungsfunktion. Falls Sie nicht ausreichend Ballaststoffe über Ihre tägliche Ernährung aufnehmen können, empfehlen sich die sehr ballaststoffreichen Leinsamen oder Flohsamenschalen, die Sie einfach mit einem Glas Wasser trinken können, um die Zufuhr von Ballaststoffen zu erhöhen.

 

Probiotika und Prebiotika: Futter für die Darmbakterien

Unter Probiotika verstehen wir Lebensmittel, die lebendige Mikroorganismen enthalten. Beim Verzehr erreichen diese Mikroorganismen Ihren Darm lebendig und bleiben dort erhalten. Dort werden sie ein Teil der Darmflora und sind maßgeblich an Verdauung und Stoffwechsel beteiligt. Allerdings gibt es nicht nur eine Art von Darmbakterien, sondern zwischen 400 bis 500 verschiedene – die Zusammensetzung der Darmflora aus verschiedenen Stämmen von Darmbakterien ist sehr individuell und hängt stark von Ernährungsgewohnheiten und Lebensumständen ab. Auch verändert sich die Darmflora über das ganze Leben – sie ist bei Säuglingen und Kindern beispielsweise anders zusammengesetzt als bei Erwachsenen Darmbakterien finden Sie vor allem in fermentierten Lebensmitteln, wie Naturjoghurt, Kefir oder Sauerkraut, besonders wenn diese auf natürliche und traditionelle Weise hergestellt wurden.

Alternativ eignet sich hierzu aber auch ein Nahrungsergänzungsmittel mit lebendigen Darmbakterien. Dazu können Sie zum Beispiel den mikro+ Darm-Bakterien-Komplex verwenden, der unter anderem Milchsäure- und Bifidobakterien enthält, die den Darm besiedeln und dadurch zu einer Verbesserung der Verdauungsfunktion beitragen können.

Prebiotika sind von ihrer Funktionsweise ebenso im Darm anzusiedeln, wie die Darm-Bakterien. Die Prebiotika sind allerdings keine lebendigen Bakterienstämme, sondern dienen der Ernährung der Darmflora. Zu den Prebiotika gehören zum Beispiel Stoffe wie das Inulin oder Fructooligosaccharide, welche von den Darm-Bakterien aufgespalten und verarbeitet werden können.

 

Vitaminoide sind keine Vitamine

Da die Vitaminoide ähnliche Aufgaben in unserem Körper erfüllen wie die Vitamine, werden sie oft gleichgesetzt. Allerdings sind Vitaminoide nur vitaminähnliche Substanzen und bilden eine eigenständige Mikronährstoff-Gruppe. Zu den Vitaminoiden gehören unter anderem:

  • Astaxanthin
  • Cholin
  • Alpha Liponsäure
  • Kreatin
  • L-Carnitin
  • Coenzym Q10

Der große Unterschied liegt vor allem darin, dass der menschliche Körper die Vitaminoide – im Gegensatz zu Vitaminen – selbst herstellen kann.

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